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Archiv für die Kategorie „Tragödien“

Landstraße (L531) stundenlang komplett gesperrt

08.01.2012: L531, Burbach-Würgendorf (NRW)

Am heutigen Morgen – gegen 05.55 Uhr – wurde ein 21-jähriger Mann bei einem Verkehrsunfall in Burbach auf der L 531 tödlich verletzt. Der aus dem angrenzenden Hessen stammende 21-Jährige war – auf der Fahrt zur Arbeit – mit  seinem PKW auf der L 531 aus Richtung Würgendorf in Fahrtrichtung Burbach unterwegs. Auf dem Beifahrersitz befand sich noch ein 19-jähriger Arbeitskollege des 21-Jährigen.

Gegen 05.55 Uhr geriet der PKW des 21-Jährigen aus bislang ungeklärter Ursache auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Klein-LKW aus dem Westerwaldkreis. Sowohl der PKW als auch der Klein-LKW gerieten nach der Kollision von der Fahrbahn ab. Der PKW landete in einem Böschungsbereich, der LKW prallte gegen einen Baum.

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Der 21-Jährige erlitt bei dem Unfall derart schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der 19-jährige Beifahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Der 57-jährige LKW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Beide Verletzten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.

Bei dem Unfall entstand ein Gesamtsachschaden von rund 55.000 Euro. Im Rahmen der Rettungsmaßnahmen sowie der polizeilichen Unfallaufnahme musste die L 531 für circa drei Stunden komplett gesperrt werden. Das Siegener Verkehrskommissariat ist derzeit noch mit der genauen Rekonstruktion des Unfallgeschehens beschäftigt.

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Jede Hilfe kam zu spät

14.12.2011: Hilchenbach-Helberhausen (NRW)

Hilchenbach-Helberhausen. Am Mittwochnachmittag wurde der Rettungsleitstelle des Kreis Siegen-Wittgenstein ein Wohnungsbrand in einem Einfamilienhauses (Doppelhaushälfte) in Hilchenbach-Helberhausen gemeldet. In dem Haus wohnte eine alleinlebende, stark gehbehinderte 79-jährige Frau. Bei Eintreffen der alarmierten Feuerwehr stellte sich heraus, dass es sich offenbar um einen Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung handelte. Da den Einsatzkräften zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war, wo sich die Seniorin in ihrem Haus aufhielt, wurde das Haus von Feuerwehrkräften mit Atemschutzgerät durchsucht. Die Seniorin konnte dabei allerdings nur noch tot geborgen werden. Ein 75-jähriger Bewohner des angrenzenden Doppelhauses erlitt eine leichte Rauchgasintoxikation und wurde vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Hinsichtlich der Brandursache liegen noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Die diesbezüglichen Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern noch an. Auch zur Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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Unfallverursacher wurde schwerstverletzt

28.10.2011: Kreuztal-Buschhütten (NRW)

Am Freitag, dem 28.10.2011, gegen 21:35 Uhr, fuhr ein 75-jähriger Pkw-Fahrer an der Anschlussstelle Buschhütten als Falschfahrer auf die Schnellstraße “HTS” in Fahrtrichtung Kreuztal auf. Nach ca. 700 Metern Fahrt kollidierte der 75-jährige Fahrer frontal mit einem entgegenkommenden 30-jährigen Pkw-Fahrer. Nahezu zeitgleich kollidierte ein weiterer Pkw, gelenkt von einem 41 Jahre alten Mann, mit dem Geisterfahrer. Der Pkw der ersten Kollision hob bei dem Zusammenstoß ab und wurde über die Mittelleitplanke auf die gegenüberliegende Fahrbahn geschleudert, wo er schwer beschädigt auf der Beifahrerseite liegen blieb. Alle beteiligten Fahrzeuge waren jeweils nur mit den Fahrzeugführern besetzt. Während der Unfallverursacher und der 41-Jährige zeitnah aus den Fahrzeugen geborgen werden konnten, musste der 30-Jährige mit Hilfe des Rüstfahrzeuges der Feuerwehr aus dem Pkw befreit werden. Bei ihm konnten bereits die Ersthelfer keinen Puls mehr ertasten. Spätere Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Der Geisterfahrer wurde schwerstverletzt in ein Krankenhaus verbracht. In der Nacht bestand Lebensgefahr. Der dritte Unfallbeteiligte wurde leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung ebenfalls ins Krankenhaus gefahren. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 50.000 Euro. Schon während der Unfallaufnahme wurde ein Sachverständige zur Unfallursachenermittlung hinzugezogen. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die HTS zwischen den Anschlussstellen Buschhütten und Kreuztal für etwa 5 Stunden voll gesperrt werden.

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Täter stach 52 Mal zu

20.08.2011: Siegen, Hauptbahnhof (NRW)

2011-08-20_siegen_mord_bahnhof_04Am frühen Samstagabend (20.08.2011, 17.45 Uhr) kam es im Bereich der Fußgängerunterführung zu den Bahngleisen des Siegener Bahnhofs zu einem Kapitaldelikt, bei dem eine junge Frau tödliche Verletzungen davon trug. Trotz sofort eingeleiteter Rettungs- und Reanimationsmaßnahmen konnte das Leben der erst 18 Jahre alten Frau aus Rheinland-Pfalz nicht mehr gerettet werden – die junge Mutter verstarb noch am Tatort. Der Tatverdächtige – ein 21-jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz, bei dem es sich um den Vater des Kindes der 18-Jährigen handelt – ergriff unmittelbar nach der Messerattacke zu Fuß die Flucht in Richtung der Siegener Innenstadt. Dabei nahm er den sechs Monate alten Säugling mit sich und trug diesen auf seiner Flucht auf seinem Arm. Aufmerksame und couragierte Passanten nahmen sofort die Verfolgung des Flüchtigen auf und verhalfen der zwischenzeitlich alarmierten Polizei mit ihrem zahlreichen wertvollen Hinweisen schließlich zur erfolgeichen Festnahme des Täters. Seine Flucht führte den 21-Jährigen auch an einer Moschee im Bereich der Siegener Innenstadt vorbei. Dort gab der Rheinland-Pfälzer den Säugling ab und flüchtete danach weiter zu Fuß. Couragierte Männer aus der Moschee nahmen daraufhin ebenfalls zu Fuß die Verfolgung des 21-Jährigen auf. Einer Streifenwagenbesatzung der Wache Siegen gelang es schließlich, den 21-Jährigen im Bereich „Flurenwende“ festzunehmen. Wiederum standen der Polizei dabei gleich mehrere Passanten äußerst hilfreich zur Seite. Zunächst hatte ein Passant der Polizei den Hinweis gegeben, dass der Flüchtige in Richtung des Durchgangs zur Straße „In der Flur“ lief. Eine Bewohnerin eines dortigen Mehrfamilienhauses zeigte gegenüber den Beamten dann in Richtung eines Durchgangs zu dem Fluss „Weiß“. Als die Polizisten dann den Fluss erreicht hatten, deutete eine

2011-08-20_siegen_mord_bahnhof_008weitere Bewohnerin aus einem Obergeschoss auf einen Mann in der Weiß. Dieser lief im Flussbett der Weiß in Richtung Flurenwende. In Höhe der Brücke Flurenwende konnte der Flüchtige von den Polizeibeamten dann gestellt werden. Über ein Rankgitter kletterte der 21-Jährige nach einer polizeilichen Aufforderung schließlich aus der „Weiß“ ans Ufer und wurde danach von den Beamten an Ort und Stelle vorläufig festgenommen. Der Festgenommene wurde anschließend der Wache zugeführt. Die Ermittlungsbehörden bedanken sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei den ungewöhnlich vielen couragierten Helfern und Zeugen. Dank deren tatkräftiger und aktiver Mithilfe wurde die Polizei in die Lage versetzt, den flüchtigen Tatverdächtigen bereits 20 Minuten nach dem Gewaltdelikt erfolgreich festnehmen zu können. Das gemeinsame Kind der getöteten 18-Jährigen und des 21-Jährigen wurde vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Das Kind blieb bei den Geschehnissen unverletzt und trug keine Verletzungen davon. Die zuständige Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen wurde alarmiert und leitet nun die weiteren polizeilichen Ermittlungen. Dabei wird sie tatkräftig auch von mehreren Beamten der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein unterstützt. Der zuständige Kapitaldezernent der Staatsanwaltschaft Siegen, Baron von Grotthuss, erschien ebenfalls am Tatort, leitet nun die Gesamtermittlungen und ordnete in diesem Zusammenhang auch die Beschlagnahme der Leiche der 18-Jährigen an, die dem Institut für Rechtsmedizin zwecks Obduktion zugeführt wurde. Zur Tatmotivation des 21-Jährigen kann derzeit gesagt werden, dass es sich vermutlich um ein Beziehungsdrama handelt, bei dem es wahrscheinlich um den Umgang mit dem kleinen Kind ging. Möglicherweise dürfte auch Eifersucht seitens des 21-Jährigen eine Rolle gespielt haben.

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Seit 15.05.2010